Rettungswesten unterscheiden sich vor allem nach Bauart, Auftrieb und Einsatzzweck. Grundsätzlich wird zwischen Feststoffwesten, aufblasbaren Rettungswesten und Schwimmhilfen unterschieden. Feststoffwesten besitzen dauerhaft integriertes Auftriebsmaterial. Sie sind sofort einsatzbereit, wartungsarm und besonders für Kinder, Einsteiger sowie den Einsatz in geschützten Gewässern geeignet. Durch ihre robuste Konstruktion sind sie eine beliebte Wahl für Beiboote, Kanus, SUPs und den allgemeinen Wassersport.
Aufblasbare Rettungswesten bieten viel Bewegungsfreiheit und sind daher bei Seglern, Motorbootfahrern und Anglern besonders gefragt. Sie werden als manuelle Rettungsweste über eine Reißleine oder als automatische Rettungsweste durch Wasserkontakt ausgelöst. Nach dem Auslösen füllt sich die integrierte Auftriebskammer mit Gas. Viele Modelle verfügen zusätzlich über einen Schrittgurt, Signalpfeife, Reflektoren, Bergeschlaufe oder ein Lifebelt-System zur Sicherung an Bord.
Wichtig ist außerdem die Auftriebsklasse, die in Newton (N) angegeben wird. Schwimmhilfen mit 50 N unterstützen beim Schwimmen, sind jedoch nicht dafür ausgelegt, bewusstlose Personen zuverlässig in Rückenlage zu drehen. Rettungswesten mit 100 N, 150 N oder 275 N bieten deutlich mehr Sicherheit. Je höher der Auftrieb, desto besser eignet sich die Weste für raue Bedingungen, schwere Kleidung oder Einsätze auf See. Die richtige Rettungsweste sollte immer zur Person, zum Revier und zur geplanten Aktivität passen.